Review • Battleblock Theater

“Was zum Teufel..?”, waren meine ersten Gedanken, als das Intro des Spiels startete.
– Dazu später aber mehr.

Battleblock Theater ist ein 2D-Jump&Run und stammt aus dem selben Entwicklerstudio, wie das Spiel “Castle Crashers” und das sieht man auch an jeder Ecke: Der etwas absonderliche Humor, der Zeichenstil und die Affinität, verrückt gewordene Katzen als böse Widersacher zu wählen (..jetzt mal ernsthaft, ist das eine Phobie?), sind nur einige der Punkte die den Charme beider Spiele widerspiegeln. Verdammt nochmal, sogar das Hauptmenü schreit nach: “HEY! HIER!! DIESES SPIEL IST VON UNS!! THE BEHEMOTH!! SCHAU DOCH MAL!!”.

Der Grafikstil ist also cartoonig, farbenfroh und an vielen Ecken absichtlich stark übertrieben, während andere Dinge mit purer Einfachheit überzeugen. Die Zeichnungen sind witzig und schön anzusehen. Die Charaktere bspw. sind nicht viel mehr als ein einfarbiger Chibi-Körper. Der Kopf des Körpers strotzt jedoch nur so von Humor und Kreativität, auf einfachster Art und Weise – und es gibt eine MENGE von ihnen(!), sodass man eine wahrlich riesige Auswahl an Fratzen hat, mit denen man das Spiel bestreiten kann.

Das Spielprinzip ist denkbar einfach: Wir steuern unseren Helden, den wir vorher mit ansprechender Fratze, Farbe und zwei Waffen ausgestattet haben, in einer 2D-Welt und lassen ihn durch einen Kurs bestehend aus Plattformen, Wasser, Wolken, Laserstrahlen, lebensmüden Katzen und gefährlichen Stacheln laufen und versuchen das Ziel zu erreichen. Auf dem Weg finden wir Edelsteine und Wollknäuel, mit denen wir wahlweise weitere Insassen befreien (das entspricht den auswählbaren Fratzen, by the way..) oder weitere Waffen zur Verteidigung gegen die böse Armee der Katzen benutzen können.

Was haben uns diese Katzen eigentlich getan? Nun, das bringt uns zur Story des Spiels, die mit dem Intro erklärt wird: Genau genommen stellen wir ein Theaterstück dar, welches ein wenig die Metaebene zum Erzähler und Spieler des Stückes zu brechen scheint und außer Kontrolle gerät. Das Stück handelt von Hatty Hattington und seinen Freunden, die mit einem Schiff auf eine Reise aufbrechen (..es ist ein Friend-Ship .. haha .. versteht ihr?) – Hier zeigt dann auch der Geschichtenerzähler, Will Stamper, was er so auf dem Kasten hat. Dieser Voice Actor ist ein Gott! – Die Freunde geraten in einen grausamen Sturm, das Schiff bricht auseinander, Freunde fallen vom Schiff in das kalte, tiefschwarze Meer – da kam auch noch so ein Wal vorbei .. so WAAAAHHHHH .. und machte das Ganze unglaublich furchteinflössend – und ich glaube da war auch ein Hai. Das Schiff endete als Wrack auf einer Gefängnisinsel, bewohnt von den Gefängnisaufsehern, die aus irgendwelchen Gründen Unschuldige einsperren ..und naja .. Katzen sind.

Der Erzähler begleitet dich natürlich durch das gesamte Stück ..ähh Spiel und macht es unglaublich unterhaltsam. Das eigentliche Gameplay jedoch lädt auch absolut zum Spielen ein – vielleicht ist es sogar ein bisschen zu einfach, denn selbst der Schwierigkeitsgrad “Irre” lässt sich gut durchspielen ohne größere Frustrationen zu bekommen.

Ich kann dieses Spiel absolut jedem empfehlen, der den Humor aus Castle Crashers schon gefeiert hat oder einfach ein relativ einfaches, liebevoll gestaltetes Jump&Run für nebenbei haben möchte. 🙂

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